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Holländerhof, Flensburg

„Wir drängen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Wir wollen zur Kenntnis genommen werden."

30 Jahre zuvor war der Holländerhof als „Beschützende Werkstatt" gegründet worden. Damals wurde er von vielen Menschen als „exotische Einrichtung am Rande der Gesellschaft" wahrgenommen, so Einrichtungsleiter Alfred Becker in seiner Festrede. Diese Zeiten sind aber heute vorbei. Der Holländerhof und seine Beschäftigten beteiligen sich an Stadtfesten und Wandertagen – nicht nur als Besucher, sondern auch als Organisatoren. In wirtschaftlicher Hinsicht präsentiert sich der Holländerhof seit 30 Jahren als starker und zuverlässiger Partner, dessen Dienstleistungen mittlerweile von rund 850 Firmen und Privatpersonen in Anspruch genommen werden. Für Willy Behlow, Hans-Hermann Erichs, Hans-Werner Gaudziens, Dagmar Harke, Inge Lorenzen und Maren Petersen war der „Geburtstag" der Werkstatt auch zeitgleich ein Dienstjubiläum: sie alle sind seit 30 Jahren Teil des Holländerhofes. Nach einem bunten Programm tanzten die 560 Gäste, unter ihnen die Beschäftigten und Mitarbeitenden, bis in die Morgenstunden auf dem Ball im Deutschen Haus in Flensburg.

Niemals sollte unterschätzt werden, wie hoch der Stellenwert von Arbeit ist. Für Menschen mit erhöhtem Assistenzbedarf, die in anderen Werkstattgruppen nicht optimal betreut werden konnten, wurde der sogenannte Förderbereich gegründet. Die Beschäftigten können therapeutische Maßnahmen, begleitende Fördermaßnahmen und Ruhephasen nutzen oder kleine Gegenstände herzustellen. Wer wann welche Möglichkeit nutzt ergibt sich im Tagesverlauf, persönlich abgestimmt auf den einzelnen Beschäftigten. Wie wichtig ihre Arbeit ist, erfahren die Beschäftigten beim Blick in den Werkstattladen – denn was wäre ein Laden ohne kleine Geschenkideen?