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14.03.2016

Menschen mit Behinderungen erobern ein Science Center

Unter diesem Leitgedanken nahmen im Februar und März 2016 mehrere Bewohner aus den Wohnstätten des Holländerhofes  in Kleingruppen an einem Projekt der Europa-Universität Flensburg und der Phänomenta Flensburg teil.
Im Rahmen einer Fachtagung zum Thema: „Inklusion und Naturwissenschaftslernen“ war praktisches Wissen und Erfahrung gefordert.

Inklusion ist ein zentrales Thema im aktuellen Bildungsdiskurs. Dabei geht es heute nicht mehr um die Frage, ob Inklusion im Bildungssystem realisiert wird, sondern um das „Wie“ ihrer Umsetzung.

Durch die unmittelbare Begegnung mit einem konkreten Objekt und dem damit verbundenen Phänomen, können Menschen mit besonderen Bedürfnissen jeweils ihre individuellen  Zugänge für sich finden. Hierdurch entsteht ein großes Inklusionspotential im Sinne eines Fähigkeiten-entdeckenden Ansatzes. Um diese Theorie faktisch zu überprüfen und  zu analysieren, wurde eine Kooperation zwischen der Phänomenta Flensburg und der Wohnstätte Holländerhof ins Leben gerufen.

Die teilnehmenden Bewohner wurden eingeladen in das Flensburger Science Center, um sich dort ganz nach Ihren Bedürfnissen zu bewegen. Hierbei wurden sehr interessante Beobachtungen hinsichtlich der Inklusions- Möglichkeiten und Bestrebungen gemacht.

Die Bewohner des Holländerhofes konnten in vielen praktischen Beispielen zeigen, das Lernen und Erfahren ganz andere Wege gehen kann als die vorgegeben.
Gemeinsam mit den Bewohnern wurde zwischendurch und am Ende reflektiert, was ein Science Center für Menschen mit Behinderungen bieten kann. Wo die Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der Teilhabe liegen und was verbessert werden kann.

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